KULTUR-PALETTE THERWIL
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2026
Jahresprogramm im Rückblick

Basler Band Mistral 10. Januar 2026

Mit Mistral ins Neue Jahr
Start ins Neue Jahr mit französischen Chansons

Gute Laune, Fröhlichkeit, Schwung – so startete das neue Kultur-Palette-Jahr. Die Basler Band Mistral begeisterte das Publikum am 10. Januar 2026 in der vollbesetzten Aula Wilmatt mit ihren Chansons und ihrer Musikalität.

Beindruckend waren die feinfühligen Melodien, die Ausstrahlung des Band-Leaders Markus Gisin und die Professionalität seiner Mitmusiker: Andy Tobler mit romantischen Tönen an der E-Gitarre, Pascal Grünenfelder mit dem perfekten rhythmischen Fundament am Kontrabass und Jana Landolt mit ihrem souveränen Spiel am Schlagzeug. Ob melancholisch ruhig oder poppig schwungvoll, die selbstkreierten Chansons begeisterten das Publikum, das immer wieder warmen Applaus schenkte.

Kilian Ziegler 7. Febuar 2026

«99° C – Wortspiele am Siedepunkt» - ein heisses, ja brennendes Thema


Darf man dem ernsten Thema des stetigen Klimawandels, der bedrohlichen Erwärmung unseres Planeten mit Humor begegnen? Das Publikum in der gut besuchten Aula Wilmatt staunte. Genau dies tut der Oltener Kabarettist mit seinem Witz und seiner Wortakrobatik: Lachen als Strategie gegenüber dem Unheil und dem Absurden, Lachen um sich damit auseinanderzusetzten und über Verhaltensweisen bewusst zu werden.
Seine Fakten zur Temperatur, seine Temperaturlehre gespickt mit den witzigsten Anspielungen und Wortkombinationen begeisterten das Publikum. Das Tempo seiner Wortspiele forderte die Zuhörerschaft heraus und die Temperatur stieg auch im Saal. Wenn das Thermometer nicht reicht, braucht es eben den «Thermokilometer». Seine Lösungsansätze im Kleinen wie «Bilden Sie Duschgemeinschaften!», «Nehmen Sie dumme Freunde, nicht die hellsten!» waren ebenso erheiternd wie seine humorvollen Anspielungen auf die Hauptverantwortlichen wie der Autoverkehr oder die globale

Wirtschaft.

Es ist fünf vor 12. Die Menschheit muss entscheiden: «verändern oder verenden». Entweder ist 99° ein Wendepunkt, das Thermometer sinkt langsam von 99° auf 98° auf 97° C … und es wird alles gut, oder es kommt ein weiterer Höhepunkt und alles wird Glut! Noch haben wir es in der Hand, so die Botschaft von Kilian Ziegler.

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Angeline Fankhauser 8. März 2026

Rückblick

«Einfach leben!», so das Motto der fast 90-jährigen Angeline Fankhauser

Es war ein Zufall, dass Angeline Fankhauser ausgerechnet am Weltfrauentag (8. März 2026) Gast der Kultur-Palette war. Dieser Tag wurde 1911 eingeführt mit dem Ziel, das Wahlrecht und die Emanzipation von Frauen zu fördern. Und genau diese Themen sind es, die Angeline Fankhauser ein Leben lang begleitet haben.

So erzählte sie im Verlaufe des Talks mit Thomas Kamber, welche Erfahrungen sie als Kind und junge Frau geprägt und den Grundstein für ihr soziales und politisches Engagement gelegt haben: Demütigung als Kind einer armengenössigen Familie, Zeugin von Abweisung oder Tod von Flüchtlingen an der schweizerisch-französischen Grenze auf den Jurahöhen im 2. Weltkriegs, Zeugin von Ungerechtigkeiten wie die Züchtigung von widerspenstigen Kindern durch einen erziehenden Pater.

So wurde aus ihr eine kämpferische, eigenständige, manchmal auch freche Politikerin. Diese Eigenschaften begleiteten sie durch ihre ganze politische Karriere. Die eingewanderte Romande verschaffte sie sich sehr schnell Respekt in der Baselbieter Politik. Zuerst im Einwohnerrat von Binningen, dann als Landrätin BL und 1983 konnte sie überraschenderweise als erste Frau ihren Kanton im Nationalrat vertreten. Es folgte eine politische Karriere, während der sie sich als mutige, wortgewandte, angriffige Frau hervorstach und einiges erreichte. Ebenso erfolgreich verlief ihre berufliche Laufbahn in diversen sozialen Institutionen.

Heute blickt sie zurück und ist froh, dass sie ihr Wissen einsetzen und der Gesellschaft etwas zurückgeben konnte und sie hofft, dass die Machthaber dieser Welt endlich aufhören «mit der Bombe zu spielen».

Das Publikum in der sehr gut besuchten Aula Wilmatt war beeindruckt und dankte ihr mit einem warmen Applaus.

 

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Caroline Bungeroth 5. Juni 2026

 

Caroline Bungeroth – «Mutausbruch»
Klavierkabarett von Feinsten mit einer jodelnden Berlinerin 

Wenn eine Berlinerin das li verliert und zur Bernerin mutiert, dann ergibt sich durch diesen Umzug eine Menge Stoff für Gegenüberstellungen, zum Lachen und zum Nachdenken. Wenn ihr grosses musikalisches Talent dazu kommt, dann ist für einen perfekten Kabarettabend gesorgt.

Das Publikum in der voll besetzen Aula Wilmatt war letzten Freitag begeistert von Caroline Bungeroth’s Darbietung. Mit viel Charme und Witz zog sie die Zuschauer*innen in ihren Bann und überzeugte durch ihre Themenvielfalt: Fernbeziehung und DB, gestresste Mütter, Einbürgerungstest, das Märchen von der Pessimistin und der Optimistin, Krieg und Frieden. Und bei allem Chaos im Leben ist die Lösung statt Wut- ein kräftiger Mutausbruch.

Caroline Bungeroth verbindet lustige und intelligente Pointen zu relevanten Themen mit grossem musikalischem Können. Wie sie am Flügel sitzt und mit Leichtigkeit über die Tasten fliegt, dazu mit dem Publikum spricht oder singt, das wirkt so locker und einfach, ist aber hohe Kunst: Ihre wunderbare Opernstimme faszinierte das Publikum mit ihrer Persiflage der Arie der Königin der Nacht und ihrem Jodelgesang am Schwyzerörgeli. «Besser als ein Lied von ihr ist noch ein 
Lied von ihr.» (Christoph Simon, Kabarettist).

Die Kultur-Palette Therwil
www.kulturpalette.ch

 

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Mariano Tschuor 30. August 2026

Anet Corti 7. November Juni 2026